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Hotel Berlin Mitte - Direkt an der Spree
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WILLKOMMEN AM HISTORISCHEN STANDORT

Die direkte Lage an der Spree ist eines der unverwechselbaren Merkmale des Ameron Hotels Abion Spreebogen Berlin. Von der hoteleigenen Anlegestelle aus können die Berliner Gewässer erkundet werden, und wer möchte, kann mit dem Schiff sogar über die Kanäle und Flüsse bis in die Ost- oder Nordsee gelangen.
 
Von Schumanns Porzellan zum Bolle-Wagen


Bekannt wurde das Areal aber vor allem durch Carl Julius Andreas Bolle. Nach dem beruflichen Start als Maurerlehrling wurde er schließlich zu einem außerordentlich kreativen Unternehmer. Zuerst handelte er – ab 1860 – mit dem Eis der im Winter zugefrorenen Berliner Flüsse, dann mit Fisch und schließlich mit allem, was irgendwie mit Milch zu tun hatte.  Berühmt aber wurde Carl Bolle erst durch seine Milchwagen. 1882 waren schon sechzig Milchkutscher mit den "Bolle-Wagen" unterwegs, von denen die Berliner frische Milch kaufen konnten – damals eine  Sensation. Im Juli 1886 kaufte Carl Bolle für eine Million Mark das Gelände der Schumann’schen Porzellan-Manufaktur, und ein knappes Jahr später nahm die Meierei C. Bolle hier ihren Betrieb auf. Frischmilch, eine teure Vorzugsmilch für Kinder, Magermilch und Käse, Butter und Margarine stellte Carl Bolle im Gebäude seiner Meierei her, das heute Herzstück des Ameron Hotels Abion Spreebogen Berlin ist.


"Bolle-Mädchen" haben jahrzehnte lang das Berliner Stadtbild geprägt. Mit Ihren Milchwagen zogen sie durch die Straßen und kündigten ihr Kommen mit Glocken an. Die Berliner machten daraus das Lied vom "Bimmel-Bolle".


Heute Sitz des Bundesinnenministers. Zu Bolle-Zeiten ein unübersehbarer Fuhrpark von Bolle-Wagen, der die Berliner mit Frischmilch und anderen Molkereiprodukten versorgte.


Für die Kinder seiner Arbeiter richtete er eine Schule ein, für die Erwachsenen im zweiten Stockwerk des Meiereigebäudes eine Kapelle mit 650 Plätzen. Als er 1893 am Ende des Meiereigebäudes an der Straße Alt-Moabit eine Kapelle für 1.600 Personen einweihte, erschien sogar Kaiserin Auguste Viktoria. Im heutigen "Haus am Wasser" wohnten ledige Kutscher, außerdem sorgte Bolle mit Gastwirtschaft und einer Leihbücherei für das körperliche und geistige Wohl seiner Mitarbeiter.


In den Wirren der Zeit nach dem Ersten Weltkrieg verlor das Unternehmen seine marktbeherrschende Stellung. Dennoch wurde – unter neuen Besitzern – kräftig investiert. Neue Fabrikationsräume kamen hinzu, und bis 1962 gab es im Meiereigebäude sogar einen Weinkeller.

 

Am Ende des Zweiten Weltkrieges 1945 nahezu völlig zerstört, fiel der Meierei die wichtige Aufgabe zu, die Lebensmittelversorgung der Berliner zu einem großen Teil mit zu übernehmen. Aus der ursprünglichen Meierei wurde ein Handelsunternehmen.
 
Die Geburtsstätte der FLG


Die Produktion wurde 1969 endgültig eingestellt. Aus den früheren Kuh- und Pferdeställen, Laboratorien und Produktionsräumen wurden Lager für Lebensmittel und Papiererzeugnisse, eine Spedition zog ein, und ab 1971 produzierte Ernst Freibergers Vater hier "EFA-Eis". Es entstand auch eine kleine Pizza-Versandbäckerei, die 1976 vor dem Konkurs stand. Ernst Freiberger kaufte sie und entwickelte aus ihr die Freiberger Lebensmittel GmbH – FLG, den größten Hersteller von Tiefkühlpizzen, -baguettes und -pasta Europas.

Spree-Bogen, ein architektonischer Leuchtturm


Nach Jahren, in denen es um das Bolle-Gelände ruhig geworden war, war es Ernst Freiberger, der zur Zeit der deutschen Wiedervereinigung diesen historischen Standort im Herzen Berlins wiederbelebte. Es entstand das Bürogebäude "Der Spree-Bogen" mit seinen beiden prägnanten Türmen, heute Sitz des Bundesinnenministeriums. Das "Leute-Haus" Carl Bolles wurde in neuem Glanz wieder aufgebaut, dazu wurde das alte Meiereigebäude sorgfältig restauriert. Restaurants und Geschäfte sorgen für neues Leben.
 
Mit dem Ameron Hotel Abion Spreebogen Berlin wurde die alte Bolle-Meierei zu einem Anziehungspunkt für Gäste aus aller Welt, die sich wohlfühlen an einem Ort, an dem seit Jahrhunderten das Herz Berlins schlägt.

Lange vor den Gästen des Ameron Hotels haben andere die Vorzüge dieser Wasserlage erkannt: Unternehmer, die im aufstrebenden Berlin des 19. Jahrhunderts auf günstige Transportwege angewiesen waren. Dazu gehören Friedrich Adolph Schumann und der legendäre Carl Bolle. Von Sammlern geschätzt sind heute die Porzellane, die auf dem Gelände des Spreebogens entstanden. Friedrich Adolph Schumann gründete 1835 eine Porzellan-Manufaktur und stellte vor allem Gebrauchsgeschirr her, das für die bürgerlichen Käuferschichten erschwinglich sein sollte. Zeitweise waren über 500 Arbeiter in dieser Manufaktur beschäftigt. Ihre Erzeugnisse fanden über Preußen's Grenzen hinaus Abnehmer und waren auf vielen internationalen Ausstellungen zu bewundern.



 
 
 
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